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Sichtbarkeit als Folge erfolgreicher Unternehmenskommunikation (Teil 2)

In drei Schritten zu mehr Sichtbarkeit

Mit Strategie als Kleinunternehmen, Selbstständiger und Gründer erfolgreich kommunizieren. Teil 2: Pressearbeit selbst gemacht.

“Wenn deine Idee gut ist, setze sie um!” (Grace Hopper)

In jedem Unternehmer schlummert ein PR-Profi. Das ist meine Überzeugung. Denn wer eine Idee hat, kann diese nicht nur umsetzen, sondern auch mitteilen. Machen Sie sich selbst einen Namen mit professioneller Kommunikation, dann kommt die Sichtbarkeit für neue Kunden fast von selbst.

Sie sind Gründer oder Gründerin, Kleinunternehmer oder Kleinunternehmerin oder arbeiten selbständig im Einpersonenunternehmen. Sie brauchen Öffentlichkeit, um Ihr Unternehmen bekannt zu machen? Wunderbar, damit sind Sie hier genau richtig. Ich bin davon überzeugt, in jedem Unternehmer schlummert ein PR-Profi. Wecken Sie ihn, mithilfe professioneller Kommunikation und Sie machen Ihr Unternehmen bekannt.

Sollten Sie noch ganz am Anfang stehen und gerade nicht wissen, wo Ihnen der Kopf steht … Gönnen Sie sich einen kurzen Moment Ruhe. Seien Sie sanft mit sich. Tun Sie, was immer Sie im Moment entspannt. Wie sie Ihre Unternehmenskommunikation in ein wasserdichtes Konzept packen, habe ich in diesem Blog bereits behandelt. Jetzt geht es ans Eingemachte. Wir wollen sich einen Namen machen. Sichtbarkeit ist der Schlüssel zum Erfolg.

 

Starten wir mal los.

 

Ich beginne mit einer rhetorischen Frage: Sind Sie ein Profi?

Klar sind sie das.

Dennoch gibt es Mitbewerber, die Ihnen den Rang ablaufen.

 

Woran liegt das? Sie investieren neben Geld so viel wertvolle Zeit in Ihr Unternehmen. Allein, niemand interessiert es.

 

An dieser Stelle habe ich zwei Inputs für Sie. Ganz pragmatisch.

 

Die schlechte und die gute Nachricht

Zuerst die schlechte:

Ihr Unternehmen wird niemals entdeckt werden.

Grund zur Verzweiflung? Mitnichten!

Was also tun?

 


„Wenn Sie einen Dollar in Ihr Unternehmen stecken wollen, so müssen Sie einen weiteren bereithalten, um das bekannt zu machen.“ (Henry Ford)

 

Die weisen Worte implizieren einen Umkehrschluss: Ihr unternehmerischer Erfolg entwickelt sich nur zur Hälfte aus Ihrem Angebot. Diese Erkenntnis gibt den Richtwert vor: Die Hälfte Ihres Erfolges steht und fällt mit Ihrer Kommunikation.

Daraus ergibt sich die gute Nachricht:

Professionelle, zielgruppenorientierte Kommunikation ist keine Frage des Geldes. Zwar macht Geld Ihnen die Sache leichter, weil Sie delegieren können. Müssen Sie aber nicht. Die Digitalisierung brachte und bringt richtig Leben in die Werbe- und Kommunikationsbranche.  


Sichtbarkeit ist heute direkte Folge von gezielter, strategischer Kommunikation.

 

Super, denken Sie jetzt, Ihr Budget ist ohnehin knapp. Ein klitzekleiner Wermutstropfen: Sie brauchen Zeit.

Ihre Zeit ist kostbar. Sie haben davon wenig. Schon klar.

Ändert aber nichts: Um Sichtbarkeit zu erlangen, müssen Sie Zeit kalkulieren. Kurzfristig ist diese erste Phase wirklich arbeitsintensiv. Neben Ihrem Tagesgeschäft werden sie jede Menge guten Text und relevanten Content produzieren müssen, um sichtbar zu werden. Je besser die Inhalte auf Ihre Zielgruppe abgestimmt sind, desto schneller wirken sie. Rechnen sie mit mindestens sechs Monaten Vorlaufzeit.

Dafür werden Sie langfristig zum Gewinner. Ihr Content wird für Sie arbeiten.

Sie brauchen Motivation?

Unternehmenskommunikation selbst gemacht – Vorteile auf einen Blick

  • Sie werden sichtbar für neue Kunden – ihre digitalen Kanäle werden zu Akquise Instrumenten.
  • Sie sind proaktiv – steuern den Kurs ihres Unternehmens von Anfang an selbst.
  • In ihrem Konzept haben sie ihre Visionen und Ideen festgehalten. Damit geraten sie nicht in Vergessenheit, auch wenn ihnen derzeit die (zeitlichen) Ressourcen zur Umsetzung fehlen.
  • Sie haben für sich selbst realistische Ziele definiert, die Sie messen können (harte Ziele). Sie sehen an ihnen was funktioniert und was nicht.
  • Sie treten nach außen hin professionell auf und werden damit als vertrauenswürdig wahrgenommen

Haben Sie die strategische Vorarbeit hinter sich gebracht, und daraus einen Fahrplan Kommunikation erstellt, kann es hier munter weiter gehen.

Lassen Sie uns gemeinsam Ihr Kommunikationskonzept in die Tat umsetzen. Auf geht’s!

 

Schritt 1 – Den PR-Profi in sich entdecken (inklusive Experiment)

Schritt 1 - Mit einem Experiment, den PR-Profi in sich entdecken

Jeder nutzt Medien. Per Definition ist das Medium etwas Vermittelndes, im Sprachgebrauch lässt sich das Medium oft mit Kommunikationsmittel bzw. Kommunikationskanal ersetzen.

Niemals zuvor

  • waren Medien und ihre Kanäle so vielfältig.
  • war es mit so wenig Aufwand, so schnell möglich, quer über den Globus zu kommunizieren.
  • gab es mehr Chancen auf breite Öffentlichkeit.

Keine Frage, digitalisierten Medien bieten uns gefühlt unendlich viele Möglichkeiten. Dabei sollten wir nur eines nicht vergessen: Die digitale Welt der Kommunikation ist gnadenlos.


Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich online nur in vagen Versuchen inszenieren, bleiben unsichtbar.

Solide online Kommunikation baut immer auf einer Strategie auf. Die ist im Zeitalter der Digitalisierung obligatorisch für jedes Unternehmen. Vom kleinen Einpersonen-Dienstleister bis zum innovativen Start-Up.

 

Sie denken an dieser Stelle: “Klar, ganz logisch.”

Dann können Sie sich gratulieren. Sie haben den PR-Profi in sich bereits entdeckt.

 

Das Zitat scheint Ihnen einigermaßen übertrieben?

Sie sind vom Typ Zweifler. Recht so. Alle heischen nach Aufmerksamkeit. Jedes Unternehmen hebt seine Einzigartigkeit hervor. Es gibt nicht’s ungesagtes mehr. Alle sind plötzlich Experten und Expertinnen auf ihrem Gebiet. (Die Liste berechtigter Zweifel könnten wir noch meterlang fortführen.) Da muss doch nicht jeder mitspielen?

 

Sehen wir mal.

Wagen wir uns gemeinsam an das Wildreis-Experiment

Sie brauchen etwa 5 Minuten Zeit und:

  • 1 Tasse
  • 1 Salatschüssel
  • Wildreis
  • weißer Reis

So wird’s gemacht:

Leeren Sie zwei Tassen Wildreis in die Salatschüssel. Nehmen Sie die rechte Hand voll mit weißem Reis, in die linke fassen Sie Wildreis. Mischen sie jetzt die Reiskörner aus Ihren Händen unter den Wildreis in der Schüssel. Vermengen Sie den Reis gründlich.

Ihre Aufgabe:

Verlesen Sie die Wildreiskörner, die Sie eben noch in Ihrer linken Hand hielten, aus der Schüssel zurück in die Tasse.

Wildreis-Experiment: Alleinstellungsmerkmale werden gezeigt, um die Sichtbarkeit zu erhöhen.

Klappt nicht. Ein Wildreiskorn sieht aus wie das andere. 

 

Die Schüssel ist unser Symbol für alle Medien. Jedes Reiskorn steht für die Kommunikationskanäle eines Unternehmens. Die Wildreiskörner stellen Unternehmen dar, die ohne ohne Plan und Ziel kommunizieren. Sie sind mit von der Partie. Schwer zu finden, weil sie sich nicht von der Masse abheben. Die weißen Reiskörner stehen für Unternehmen, die ihre Kanäle mit Strategie bedienen. Sie stechen deutlich aus dem dichten Gedränge hervor. 

Der PR-Profi in Ihnen weiß um sein Ziel. Greifbar werden heißt sichtbar sein. Ihr Unternehmen muss unter den weißen Reiskörnern sein.

Schritt 2 – Medien nutzen für mehr Sichtbarkeit. Oder: So bekommen Sie Presse.

Schritt zwei von drei: Medien nutzen für mehr Sichtbarkeit.

Geben Sie Journalisten, was sie wollen, und sie kommen in die Presse. Toller Rat, der sich hier so leicht dahin schreiben lässt. Bloß wie stellt man das an?

Hier die passende Systematik:

Zur rechten Zeit

Sie wollen redaktionelle Inhalte der Presse schmackhaft machen? Kommen Sie mit Ihrer Geschichte zum richtigen Zeitpunkt daher. Ihr Taktgeber ist die Erscheinungsfrequenz des Zielmediums. Daraus ergeben sich der Rhythmus für Redaktionssitzungen, in denen Themen vorgeschlagen und besprochen werden.

Ich denke beispielsweise an ein lokales Bezirksblatt. Es erscheint zwölf mal im Jahr, stets am letzten Donnerstag im Monat. Vier Wochen vor Erscheinungstermin findet die große Themensitzung statt.

Soll Ihr Thema in der Dezemberausgabe erscheinen, ist mit November der Zeitpunkt für den Erstkontakt, dem sie zur Konferenz hin noch ein oder zweimal nachfassen.

Kontakte recherchieren

Kontakte recherchieren klappt am besten mit dem Telefon.

Beim recherchieren Ihrer Ansprechperson(en) können sie gerne total altmodisch vorgehen. Will heißen: Greifen Sie zum Telefon. Telefonieren mag wenig sexy sein. (Zugegeben, bin auch keine große Telefonistin 😉 ) Zeit ist knapp und Zeit ist kostbar. Aufwand und Leistung der Telefonrecherche sprechen für sich.

Telefonieren es ist unheimlich effizient.

Die Nummer der Redaktion Ihres Zielmediums finden Sie einfach im Internet. Scheint weder auf der Kontaktseite noch im Impressum eine Nummer auf, sehen Sie mal im Bereich für Werbung/ Anzeigen nach. Rufen Sie an und fragen nach der Zuständigkeit. In der Regel werden Sie in weniger als drei Minuten einen Kontakt erhalten, der für Ihr Unternehmen relevant ist.


Telefonieren ist der effizienteste Weg, Ihre Kontaktliste aufzubauen. 

Erstkontakt aufnehmen

Jetzt geht es darum den Erstkontakt herzustellen. Nachdem Sie Ihre Ansprechperson(en) gefunden haben.

Sie haben einen Namen, aber keine E-Mailadresse. Um Zeit zu sparen, richten Sie Ihr Schreiben an die Sammeladresse

Mail an office@beispiel.com einsparen …

STOPP!

Vergessen Sie Sammeladressen wie irgendeinofficepostfach@beispielpresse.de für Ihr Anschreiben.

Greifen Sie stattdessen nochmals zum Hörer und nehmen persönlich Kontakt mit Ihrer Zielperson auf. Stellen sie sich und ihr Unternehmen in aller Kürze vor und fragen nach dem besten Zeitpunkt, um von Ihnen Informationen zu erhalten. Bitten Sie auch um die E-Mail adresse. Schicken Sie nach ihrem Telefonat ein kurzes, freundliches E-Mail an Ihren neu gewonnen Kontakt. Erinnern Sie in drei Zeilen an Ihre Geschichte, Ihr Unternehmen und daran, dass Sie zum vom Journalisten genannten Zeitpunkt wieder von sich hören lassen werden.

Perfektes timing

Der größte Taktgeber für Medien ist ihre Erscheinungsfrequenz. Nachrichten, die zu spät oder zu früh ankommen, landen unweigerlich im digitalen Nirvana. Wer im Rhythmus seines Zielmediums tanzt, ist Mitstreitern einen Schritt voraus. Deshalb versenden Sie Ihre Nachricht zum perfekten Zeitpunkt.

Kurz und knackig

Sparen Sie leere Kilometer, indem Sie einen Artikel selbst vorschreiben (ohne dass man sie darum gebeten hat). Formulieren sie auf den Punkt, lassen sie leere Worthülsen aus und sparen sie sich Fakten. Journalisten interessieren sich für Ihre Geschichte. Machen Sie sich ans Eingemachte: Kehren Sie den Mehrwert hervor. Führen Sie ihr Alleinstellungsmerkmal an. Machen Sie neugierig, indem Sie Gefühle ansprechen. Die Basisinformationen – wer, was, wo, wann – stehen für sich. 

Keine Dateianhänge

Anhänge machen die Nachricht sperrig (und aktivieren obendrein häufig den Spam-Filter). Verlinken Sie weiterführende Informationen auf Ihre Website: Pressefotos, Portfolio, Kundenstimmen – was immer es braucht, lässt sich sauber auf Ihrer Website platzieren.

 

Schritt 3 – in die erste Reihe treten für ein Stück vom Kuchen

Stück vom Kuchen: Nur eine gute Betreffzeile macht neugierig auf Ihre Nachricht.

Journalisten bekommen Dutzende, viele sogar hunderte Mails am Tag. All Ihre Pressearbeit wäre umsonst gewesen, wenn der Journalist / die Journalistin Ihre E-Mail nicht öffnet.

Deshalb basteln Sie eine krachende Betreffzeile, mit der Sie in die erste Reihe treten. Sicher Sie sich ein Stück vom Kuchen!

Nur Mut. Schreiben Sie mal zehn Betreffzeilen zusammen.

Meister ist noch keiner vom Himmel gefallen. Lassen Sie Freunde hören und vertrauen Sie auf Ihr Bauchgefühl. Brauchen Sie ein wenig Unterstützung? 5 Bausteine, für die ideale Betreffzeile habe ich hier auf meinem Blog bereit gestellt. 

Sie wollen mehr Zutun? Füllen Sie einfach mein Kontaktformular aus. Fragen kostet nichts.

Zugegeben, das ist keine leichte Übung auf dem Weg in die Presse. Dranbleiben, Sie werden merken, mit jedem Mal wird es leichter.

Fazit: Sichtbarkeit kann jeder 

Wir sind durch. Sie sehen –  Sie können professionell kommunizieren. Wer strategisch vorgeht, wird durch mehr Sichtbarkeit langfristig erfolgreich werden. Ich wünsche Ihnen viele Ideen für Ihren Content, jede Menge Motivation und noch mehr Erfolg.

 

Vertiefende Informationen zum Thema strategische Kommunikation

Als Expertin für strategische Kommunikation gibt Ivana Baric-Gaspar auf ihrem Blog jede Menge tiefe Einblicke und nützliche Tools zum Aufbau der eigenen Kommunikationsstrategie.

Stephanie Kowalski ist Expertin für online Pressearbeit. Ihr Blogartikel Corporate Blog statt Magazin: Der Nutzen von Blogs im Jahr 2017 gibt Auskunft über den Mehrwert von zielgerichtetem Content in Blogform.

 

Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen? Ich freue mich, auf den Austausch mit Ihnen. Besuchen Sie mich dafür auf Facebook, Twitter oder Xing.


Bildnachweis

Sam Mgrdichian

Steinar Engeland

Joanna Kosinska

Priscilla Du Preez

Pavan Trikutam

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